Smart

Steven Zaillian hat Der talentierte Mr. Ripley von Patricia Highsmith neu in Szene gesetzt, den Roman ins Serienformat übertragen und schwarzweiß filmen lassen. Das kleine Meisterwerk nennt sich Ripley und trägt mich durch die notorische Schlaflosigkeit einer Hotelzimmernacht. Nebenan muß jemand dauernd auf die Toilette, jedenfalls geht die Spülung im Zwanzig-Minuten-Takt. Ich fühle mich geborgen und hätte Lust auf weitere Nächte. Tom Ripley ist ein Schmock, ein Plagegeist, ein Vampir. Daß man sich vor solchen Leuten in acht nehmen sollte, wissen wir insonders (vorzugsweise) durch Highsmith‘ Romane. Sie selbst zeigte sich fasziniert von der moralischen Flexibilität ihres hedonistischen Helden. Nachtrag: Statt smart würde ich nun windig einsetzen, undurchsichtig, verschlagen.


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