Manchmal, das sei auch gesagt, ist es mir hier zu blöde. Wenn sie mit Waffen, Geld und Werten um sich schmeißen, wird mir übel. Ich fragte mich oft, ob die Lebenswirklichkeit (ich nannte sie Installation), in der ich zurechtkommen soll, mich sonderlich interessiert – und verneinte. Eine Anhäufung unverstandenen Materials, herbeigeschafft aus einer nachvollziehbaren Not, der Materie anvertraut, was sie nicht leisten kann. Ideen verbrannt, Hoffnungen zerbeult, Spiritualität mißbraucht. Wir sind am Arsch. Es gibt keine Richtung außer dem Weiter so. Wir (was für eine gemischte Gesellschaft) stürzen nach vorn und nennen unsere kollektive Flucht der Einfachheit halber Fortschritt. So machen alle mit und freuen sich auf die nächste Tombola. Besehe ich mir die Parteien, die sich aufstellen, muß ich derart lachen, daß mir der Atem stockt. Interessant, daß sich hier irgendwer zu irgendwem als Alternative begreift. Das ist ein Irrtum. Es geht nicht mehr um Alternativen, es geht um eine Analyse der Lage und eine Sichtung der Bestände. Man darf sich ehrlich machen. Alltagspolitisch siegt der Pragmatismus. Der ist das Beste, was wir haben.
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