Trotzdem noch pünktlich

Die Bahn fuhr nicht bis zur Endstation. Ich hatte das nicht bemerkt, blieb im Wagen sitzen, landete zuckelnd und ruckelnd auf dem Abstellgleis zwischen den Stationen mit Blick auf wilde Birken. Der Fahrzeugführer kam vorüber, war auf dem Weg zum hinteren Ende des Zuges. Ich klopfte an die Scheibe. Er öffnete von außen das Kippfenster, ich berichtete von meinem Malheur, und er sagte freundlich: „Ich fahre in fünf Minuten wieder zurück, dann können Sie aussteigen und den nächsten Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis nehmen.“ Ich dankte ihm und wartete. Schließlich fuhren wir los. Für mich, ich war der einzige Fahrgast, kam die Durchsage: „Weiterfahrt nach Wannsee vom gegenüberliegenden Gleis.“ Als die Türen aufsprangen, ging ich zum Fahrzeugführer und bedankte mich noch einmal. Er sagte, er habe dem Fahrzeugführer der entgegenkommenden S-Bahn, die ich soeben knapp verpaßt hatte, mitgeteilt, daß er warten solle. Es tue ihm leid, daß der Anschluß nicht geklappt habe. „Das ist kein Problem“, sagte ich, “ gleich kommt ja schon die nächste. Ich schaffe meinen Termin. Haben Sie vielen Dank und einen schönen Tag.“ Er lächelte, und wir verabschiedeten uns.


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