Das Gute zum Schluß

Menschen sind gut darin, sich ihre höchstpersönlich eigene kleine Hölle einzurichten und sie anschließend mit Zähnen und Krallen zu verteidigen. Diese durchaus komfortable Hölle ist umstellt von den Mauern eines Verstands, der sich noch nicht wirklich aufs Verstehen versteht, aber schon mit einiger Entschiedenheit seinen verquälten Stolz in die Höhe getrieben hat. Der bildet die Zinnen des zwergenhaften Traumschlosses. Im Innern hängen Gemälde und bedruckte Wandteppiche mit den Bildern und Szenen der geglaubten Zusammenhänge und Bedeutungen. Auch die Musik spielt Bestätigung. Läuft man die Flure entlang und gelangt treppauf treppab in Keller und Dachgeschoß, redet man sich ein, man bewohne ein Labyrinth, nur daß man wisse, wo der Aufgang ist. Den erreicht man allerdings nicht, da das Traumschloß überallhin getragen wird, wo man selbst zu sein hat. Immerhin sind wir keine Nacktschnecken.


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