Da ich den Film Die große Stille sehe, wird mir deutlich, daß es Menschen gibt, die unter der Last ihres Ichs zu zerbrechen drohen. Mir ist sogar, als sei ich selbst ein solcher Mensch gewesen und bin es zuweilen noch. Was läge näher, als sich zurückzuziehen in mönchische Askese. Der Welt entsagen und sich jenem widmen, das nicht der Aufpeitschung bedarf und die ständig quälende Sinnlichkeit transzendiert. Einem anderen Leben, das Schutz bietet und Einkehr bedeutet. Zugleich rebelliert nahezu alles in mir und möchte augenblicklich die Gänge des Klosters, das gezeigt wird, entlang stürmen und den Mönchen zurufen, daß sie nicht verloren sind für das Leben, sondern nur pausieren, was ich selbst benötigen könnte, zerpreßt wie ich bin oder war.
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