Gebeine

Wer den freien Künsten eine Aufgabe zuordnet, möchte sie vereinnahmen und regulieren, sie vergesellschaften und dienlich machen. Dazu werden sich einzelne Künstler bereitfinden. Geld klärt die Sachverhältnisse und stärkt Verbindungen. Daß sich die Künstler dennoch frei wähnen, ist unverzichtbarer Teil ihres magischen Denkens. Man gestattet ihnen Posen und genießt herrschaftlich die eigene Toleranz. Auf ein Fingerschnipsen hin sind die Künstler und ihre Werke weg. Das wissen die Betroffenen, deshalb sind sie aufgeregt. Eine Vernissage eröffnet den Schrecken, die Finissage beendet das Leiden. Ich liebe die Künstler, sie haben es nicht leicht.


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