Krönungstext

Etwas Unheimliches geschieht, wenn die Zeit voranschreitet und das Überzählige und Abgegoltene zur Seite wischt. Längs des Weges ihrer Hoheit verenden Wichtigkeiten zu Nichtigkeiten. Schon gehört, die Königin zog durch? Nein, sie war nicht allein. Ihr Troß zog mit. Auch der wird dranglauben müssen, später einmal. Die Königin verschont niemanden, außer sich selbst. Sie läßt sich nicht töten, schwer ignorieren. Ein paar Leute nimmt sie mit, ein Wegstück lang, dann spuckt sie die Millionen in den Sand. Sie ist die Blutmutter des werdenden Seins, aus ihr gebieten sich der Anspruch und die Macht als Prachtentfaltung der Vergänglichkeit. Zunächst nämlich muß werden, daß es endlich vergehen könne. Nicht unverrichteter Dinge, wie gehofft zu werden scheint.


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