„Kaltes Land“ heißt eine Folge der Serie, aus der ich zitiert habe. Nun, allmählich wird es sommers wärmer, da scheint erfolgreich gearbeitet worden zu sein oder zu werden. Kaltes Land könnte jedoch mehr heißen und darauf hinweisen, daß man sich hier emotional erkälten kann, und über die Jahre nicht zu knapp. Selbst ich empfinde diese Kälte, habe sie immer empfunden und mich zu wärmen gesucht, dort, wo menschliche Wärme unerwartet auftauchte. Da wir als Deutsche solcher Sache aber grundsätzlich mißtrauen, bleiben wir skeptisch und verharren in Distanz. Das ist hierzulande oder gilt als normal. Man zündet sich Kerzen an und liebt die Orte der Gemütlichkeit. Das ist ein schönes deutsches Wort und umschreibt eine Sehnsucht. Winters zeigen wir, was wir können. Im Herbst gelangen wir zu uns, unweigerlich. Als Winterkind bin ich nahezu prototypisch. In der Kälte liegt der Glutkern des Warmen und scheint auf.
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