Im Park rasen zwei von der Leine gelassene Kleinhunde auf mich los, spornen sich gegenseitig an. Sie schießen links und rechts vorbei, drehen dann um. Ich höre das Kratzen ihrer Krallen auf dem Asphalt. Nun kommen sie von hinten, kleffen sich ihre jämmerlichen Seelen aus dem Leib, umkreisen mich, als sei ich sonstwas. Endlich kommt der Besitzer, speckige Lederjacke, lange eisgraue Haare, Typ Vietnamveteran (all die schönen Filme), und leint den aggressiveren der beiden Köter an: „Wir sind fünf Stunden unterwegs, okay. Der hier ist nicht unser, den führen wir nur aus. Sie befanden sich nie in Gefahr, okay.“ Und streckt mir die Faust entgegen, wie man das so macht, wenn man cool ist. Ich scheine ein höflicher Mensch zu sein, denn ich nehme die etwas verunglückte Entschuldigungsgeste an. Sie haben sich nie in Gefahr befunden … Nun, um mein Leben habe ich nicht gefürchtet. Ich war nur kurz davor, dem Jiffel einen Tritt unters Kinn zu verpassen. Dann fliegt er kurz durch die Luft, landet hart, rappelt sich auf und spritzt auf mich zu, beißt ins Bein oder in den Knöchel. Dann muß ich zum Arzt und gegen Wundstarrkrampf geimpft werden, das ist nervig. Hunde greifen mich nicht an, verdammt nochmal. Die Empörung begleitet die weiteren Schritte. Einer dieser Tage.
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