Daß man noch an Posen glaubt – ebenfalls ein Zeichen gesunder Jugendlichkeit. Sich darstellerisch zu zeigen, sich selbst als Ausdrucksmittel nehmend, notfalls präpotent. Eindruck schinden, was hermachen. Es den Idolen nachtun, die exakt das sind, was man sein möchte. Die Idole haben Erfolg und Geld und Spaß, repräsentieren ein anerkannt ideales Leben. Medien hin oder her, man glaubt daran, weil man glauben muß. Der Setzling muß nach oben zur Sonne, gib ihm ein Stöckchen, an das er sich klammern, um das er sich winden kann. Nichts daran ist seltsam, nur bewundern nicht alle Kinder dieselben Idole. Sie nehmen sich, was zu ihnen paßt. Bereits sehr früh differenziert sich der Geschmack. Ich glaube nicht, daß wir uns selbst verfehlen.
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