Regengedanken

Und weiter der Regen, ohne Unterlaß. Mir ist, als sei dort draußen ein Fest. Ich sitze hier trocken. Regen kann vernichtend sein, nicht minder die Trockenheit. Als Mensch wird man alt und denkt, das Leben sei kurz. Mir ist, als währte mein Leben schon ewig. Ich war ständig anwesend, turnte überall herum. Meine Kindheit ist Lichtjahre entfernt, den Erinnerungen zum Trotz. Nichts schrumpft zusammen, wie behauptet wird. Bereits jetzt bin ich steinalt und fühle mich jung wie ein Champignon. Meine Sache. Man kann sich sonstwas vormachen. Immerhin läßt der Regen nicht nach. Läßt er niemals mehr nach, entstehen andere Gedanken. Ich bin den Jammer leid, der sich um die Zeit windet und an sie kettet. Laßt doch die Tage zu und anschließend gehen, genießt die Nächte. Wer sind wir, wie Verblödete das Unmögliche zu wollen.


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