Wer sich mit Menschen beschäftigt, beschäftigt sich mit sich selbst. Wobei beschäftigen mich beschäftigt, denn beschäftigen ist kein sonderlich gutes Wort für das, was beschäftigen sagen soll. Sich Menschen zuwenden, sich ihnen widmen, ihre inneren und eigenen Gesetze verstehen lernen. Hinzu kommen Druck und Zwang von außen, die als Verpflichtung verinnerlicht sind. Denn das Äußere ist schnellstens ein Innerliches. Sich dem zu widmen bedarf es einer Portion Unerschrockenheit. Sie auch sich selbst gegenüber in Anschlag zu bringen wäre gut. Wir sind Gezeichnete als Betrachter der Gezeichneten. Daher das identifikatorische Schauen, es ist gar nicht falsch. Die Unterschiede bestätigen das Individuelle. Manchen graust davor, sie hätten gern Wenn-dann-Relationen und -Konklusionen, eine Lösung nach Schulbuchart. Sie kann nicht gegeben werden. Kulturen kennzeichnen sich durch Grenzen. Über sie hinaus gerät man zu Nachbarn, doch über sie hinaus noch immer nicht zur Weisheit.
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