Der Januar ist dazu da, nicht zu viel zu wollen. Ich halte mich dran: gehe aus dem Haus ohne Erwartung, komme an mein Ziel ohne Erwartung, verlasse mein Ziel ohne Erwartung. Es ist herrlich. Will jemand viel, muß ich lächeln. Will jemand wenig, stimme ich zu. In Berlin liegen die Straßen so lang und quer. Man kann hier gut fremd sein. Ich genieße es. Morgen ist schon wieder ein Tag. Endlos geht das weiter, bis man selbst nicht mehr dabei ist. Rolltreppen und Laufbänder. Abgekipptes Zeug des Wegs. Wir ermuntern einander durch Nicken und Lächeln. Etwas zu ertragen, das tödlich ist. Leben ist eine unwirkliche Hexerei. Ich liebe es, daß ich schreien möchte, stumm wie im Film, wenn die dürren Finger erdrosseln.
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