Mir ist es lieb, für normal gehalten zu werden, auch wenn ich ernsthafte Zweifel anführen könnte, ob dies einer Auszeichnung gleichkommt oder einer Art Verdammnis. Die späteren Generationen und Zivilisationen werden für uns einen Platz finden. Unsere bedauernswerten Milliardäre wollen zu den Sternen und schießen Gegenstände in den Orbit. Draußen soll es für die abgewrackte Menschheit weitergehen, wenn hier die Lichter ausgehen. Ich fühle mich belästigt von Spackos und Sputniks und lese Bücher, die mir Laune bereiten sollen, Liebe in Ruinen von Walker Percy beispielsweise. Ich bekam es geschenkt im Jahr 1990, vierunddreißig Jahre später lese ich darin und fühle mich erfreut. Auch Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten von John Kennedy Toole wartet geduldig. (Walker Percy setzte sich für Tooles Roman ein, so konnte er endlich erscheinen.) Die Märchen der Brüder Grimm lagen auf der Straße aus, vorhin, bei der Rückkehr von einem Spazierweg, eine Ausgabe aus dem Verlag Neues Leben von 1987, ich nahm sie an mich. Erster Satz des ersten Märchens: „In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien.“
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Der Morgen schleicht schon heran, Holger, Du philoso
phierende Eule.