Besichtigung einer amerikanischen Hinrichtungsstelle in Mayor of Kingstown, filmisch aufbereitet, der Liegesitz mit der angeschlossenen Apparatur, die Trennwand mit dem Sichtfenster, die Stühle diesseits der Grenze für Angehörige, Zeugen und Zuschauer. Was geschieht, geschieht rechtens. Gleich verschwindet einer dorthin, wohin niemand Lebendes reicht. Beschleunigter Abgang, offenkundig verdient, das Gesellschaftsrecht hat gesprochen. Sauberer Tod, nichts Verschwiegenes daran. Die Vollstreckung geschieht, weil sie geschehen muß. Das sagt das System. Der Verurteilte wird zur Stätte seines nahen Todes geführt, Beamte stehen dabei, assistieren oder sind Zeugen. Der Verurteilte wird festgeschnallt. Das Urteil wird verlesen. Ob er die Sterbesakramente empfangen möchte. Ob er noch etwas zu sagen hat. Der Liegesitz wird in die Horizontale befördert, die Injektionsspritze wird fixiert. Die drei Telephone an der Wand bleiben still, nur der Gouverneur könnte die Prozedur in letzter Minute stoppen. Die Uhr ist abgelaufen, die Kolben der Injektionsgefäße senken sich. Er schläft jetzt, sagt jemand beschwichtigend zur Mutter des Sterbenden. Derweil gerät der Körper des Schlafenden in Krämpfe und Zuckungen, aus dem Mund tritt Schaum, er näßt sich ein.
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