Grenzen der Semantik und der Pragmatik

Mit poetischen – also sprachlichen – Mitteln ist sonstwas möglich. Raymond Queneau hat es mit seinen Vers- und Phrasenstreifen 1961 am Sonett demonstriert. Cent Mille Milliards de Poèmes. Montage-Poesie. Das Poetische und das Hermetische: ein Abgrund. Das geht bis hinunter zur Privatsprache in Empfindsamkeit und adressierter Huldigung (einzig du). Wie Kinder, die sich eine Geheimsprache erfinden aus kluger Einsicht in die Problematik der Auslesbarkeit eigener Aussagen und Absichten. Der Eskapismus solchen Sprechens strebt seinem Impetus nach nicht dahin, unverständlich zu klingen, sondern sorgt sich um ein Verstehen jenseits der Norm. Man kann das wissen. Unserer Tage klingen die Gedichte solchen Bemühens seltsam anstrengend und angestrengt. Doch man spürt noch, daß da was los war oder nicht mehr los war oder sich losgelöst hat oder nicht mehr sich unterzubringen wußte, was jeder leicht verstehen kann, der …


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