Das Haus, in dem ich aufwuchs, steht nun leer. Der Hof, der dieses Haus umgibt, ist verlassen. Wir sind seit langem keine Bauern mehr. Es war ein kleiner Hof, wenig Land, große Not. Meine Vorfahren brachten sich durch. Als Bauernkinder halfen wir bei der Ernte und täglich in Stall, Scheune, Schuppen, Hühnerhof, Baumhof. Baumhof hieß der Garten, der nicht Gemüsegarten war, sondern Grasfläche um das Haus herum mit Obstbäumen darauf, unter denen die Kälber grasten. Wir sagten bis zum Schluß Baumhof, auch als dort keine Kälber mehr grasten. Nun steht das zum Verkauf: Haus, Stall, Scheune, Baumhof. Was soll ich sagen? Ich suche, jedoch nicht nach meiner Kindheit. Ich suche die gute Bedeutung solcher Verlassenheit. Man kann das jetzt kaufen, Haus und Hof.
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