Ein wenig unheimlich ist es schon. Ich lief heute eine Straße entlang und dachte, ich sei nun an jenem Punkt angekommen, da ich mir nicht mehr mißfalle. Doch der Gedanke war nicht negativ gefaßt, sondern leuchtete und wies ins Helle, ins Leichte und Befreiende. Die Äußerung soll nicht besagen, daß ich mir grundsätzlich mißfalle oder mißfallen hätte, bis jetzt gewissermaßen, sie soll vielleicht klein genommen werden, da sie sich groß anfühlte und wichtig. Was geht das andere an, mag man fragen. Es geht sie insofern etwas an, als poetisches Sprechen, und tarne es sich noch so pamphletistisch, eines für alle und keinen ist, in diesem Fall vielleicht für alle. (Mit Nietzsche muß ich meine Scherze treiben, er fordert das heraus.) Man gerät eines Tages aus der Selbstbedrängnis heraus. Die Straße war keine Straße, sondern eine U-Bahnstation, aus der ich die Treppen hochstieg dem schwarzen Himmel entgegen. Ich ging weiter zu Aldi.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Jedenfalls weißt Du Punkte zu setzen. In diesem Fall: Aldi.