Verwundet und verwundert

Nachmittagsstunde, die Sonne steht zwischen den Häusern und sendet Licht ins Arbeitszimmer. Ein Postbote radelt vorbei. Leise geht der Wind und bewegt die Blätter der Stechpalme und des Efeus. Eine Mutter spielt mit ihrem Sohn Tischtennis, ein Nachbar trägt seinen Müllsack zur Tonne. Jemand spricht über die mathematische Bedeutung der Null. Die Tür steht offen, die Knie werden kalt. Müßte ich ein Bild malen, trüge es den Titel Baumrinde mit Moos. Ins Tagebuch schrieb ich: „So bleibe ich verwundert und lebe diesen Tag.“


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