Hymne: halb Klage, halb Frage

Man muß erstmal dahinter kommen, daß Bedeutsames geschieht – man selbst nicht unwesentlich ist, wie es suggeriert wurde; daß die Begegnungen wichtig sind, daß sie zählen, daß sie wert sind; daß man selbst niemals nichtig ist, daß es vielmehr wichtig ist, sogar entscheidend, wem wir begegnen und wann und, mag sein, wo. Ort und Zeit finden zueinander, wenn Wichtiges sich zuträgt. Selten weiß man sogleich, was dieses oder jenes bedeutet, es braucht auch Zeit, solches zu verstehen; oft sind es Jahre oder dauert in die Jahrzehnte. Nehmen wir einander nicht als Banalität. Erachten wir uns selbst, falls möglich, nicht als zufällig. Das bedeutet nicht, daß wir damit bereits besitzen, wonach wir uns sehnen. Manche sprechen recht schnell von Bestimmung und Schicksal. Diesbezüglich soll man skeptisch sein, doch das Thema ist berührt und zieht wunderschöne Fragen auf sich. Ihnen zu folgen kann eine Lust sein. Wer sagt denn, daß wir genug wissen.


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