Das ist unerwartet viel

Es gibt Häuser, die sind schön, aber man möchte nicht in ihnen wohnen. Ebenso Städte oder Länder. Je älter ich werde, desto weniger beziehe ich die Begebenheiten auf mich. Vielmehr gebe ich mir umgekehrt Mühe, sie auf irgendeine Weise doch noch auf mich beziehen zu können, und dies nur, um sie spüren und in Fühlung zu geraten. Denn was ich nicht fühle, kann ich nicht tun. Die Gedanken tun gute Dienste, sie ordnen, ebnen und rechtfertigen. Gewiß tun sie das und gewissenhaft. Doch die Gefühle, man nennt sie Emotionen, sind schneller und genauer. Die Psychologen wissen das, denn sie sind zuständig für die Kontrolle des vermeintlich Unkontrollierbaren. Ließe man mich oder könnte ich mich lassen, ich entwiche nicht sonstwohin, sondern bliebe exakt hier und lebte exakt so, wie ich lebe. Immerhin so viel Zutrauen zu mir selbst habe ich im Laufe der Jahre gewonnen.


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