Den Fährleuten sei Dank

Das Glücksempfinden nährt sich aus kleinen Geschenken, die Geschenke zu nennen nicht kitschig aufgefaßt sein mag, sondern wirklich. Tage mit stabiler Witterung, der Sonnenkreis steigt und weitet sich. Entlang eines Sees gelaufen, die Entgegenkommenden gegrüßt wie damals daheim auf dem Dorf oder im Wald oder auf den Feldwegen. Die Schrecken der Begegnung. Graureiher flogen ein. Boote mit Betrunkenen tuckerten entlang der Regattastrecke, es war Wochenende, da läßt man die eingesperrte Sau raus. Schon ist Nacht und ein neuer Tag angezählt. In Schmöckwitz stehen Neubau-Apartments am Wasser, gleich neben einem Jahrhunderte alten Baum; in eines davon sollte man einziehen oder sich einkaufen, wenn man ohne Nerven ist. Ich dachte an Andrej Tarkowski und Opfer. Steckt man einen Stock in den Strand, wächst daraus ein Baum.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Den Fährleuten sei Dank

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert