Nicht erst seit heute denke ich, daß Individuen in Gemeinschaften vorzüglich sich selbst durchbringen möchten. Erst wenn das gelungen oder gesichert ist, gibt es eine Chance auf Wahrnehmung von Armut, Leid und Elend. Dem widerspricht die geringe Toleranz der Kinder – sie bemerken sofort und reagieren alarmiert auf die Szenen der Straße. Sie fragen zum Beispiel: Mama, warum liegt da diese Frau? Was kann Mama antworten? Was hätten wir klärend beizutragen? Wir schummeln uns durch, das ist Leben. Irgendwie sind wir irgendwas geworden, vermutlich bald Ehrenbürger. Man möchte sich im Jenseits nicht wiedersehen oder würde die Straßenseite wechseln.
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