Aprilende läßt sich schwer lesen, man muß zweimal hinschauen. April-Ende wäre besser, doch jetzt lasse ich die Sache, wie sie angerichtet ist. Im Berliner Fenster, dem etwas großspurig ‚U-Bahn-Fernsehen‘ genannten Bildschirmmenü während der Fahrten mit den Berliner Verkehrsbetrieben in Untergrund- und Hochbahn, las ich soeben das Kompositum ‚Fotoupload‘, Werbung für ein Mitmachprogramm, digital. Fotoupload ist schlimmer als Aprilende. Dieses läßt an die Lende einer Aprikose denken oder an Leute, die im April endlich tun, was sie schon immer tun wollten; jenes an sonstwas. Ubahnfernsehen sieht übel aus. Bindestrich ist ein solider Bursche. „Fuckin‘ german language“, sagte die Britin, als sie im Kindl-Boulevard (Neukölln) im Vorbeigehen ihre Freunde auf ‚Rechtsanwaltskanzlei‘ aufmerksam machte. „Look at that!“ (Wir kommen sogar mit Oberweserdampfschiffahrt zurecht, das macht die jahrelange Übung oder Blickdressur.)
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