Manche nehmen sich selbst als zufällig. Zufällig bin ich dies, wurde zufällig dort geboren und wuchs zufällig als Kind gewisser Eltern auf. Auch auf solche Weise macht man aus sich selbst eine Groteske. Dabei sind die genannten Elemente eigener Existenz hochbedeutsam. Eigener Existenz. Nicht die eines anderen, nicht eine geliehene, ausgeborgte, erspielte, ergaunerte. Wir sind die, die wir sind. Dies nicht primitiv tautologisch reformuliert, sondern enthusiastisch. Es wird dich nicht ein zweites Mal geben. Wir verstehen den Sinn der Individuation nicht oder ungenügend. Da wir das nicht tun, eiern wir herum wie Gespenster und tun Dinge, die nur Gespenster tun. Da wir nicht einmal wissen, wer wir selbst sind, verfehlen wir uns ständig. Schemenhaft taumeln wir aneinander vorbei. Das ist mein Gefühl von Anbeginn. Dieses Flüchtige, Rieselnde, Unstete.
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Flüchtig, rieselnd, unstet – Offen bewegt, würde ich sagen. Fest ist das Dogma. Also ab in die Kirche?