Mir ist deutlich geworden, während ich die Friedhofsbilder (Zentralfriedhof Wien) zeigte, daß man das Leben eines Menschen von seinem Ende her denken muß. Wie werde ich gestorben und bestattet worden sein. Wie werde ich gelebt haben, nachdem ich zu leben mich bemüht zu haben scheine, manchmal so, manchmal anders. Wenn Grabmale Denkmäler sind (was ich empfinde), dann können wir Kraft aus unserem künftigen Grabmal ziehen. Klingt das verwegen? Es gibt aber welche, die denken, sie seien prinzipiell nichts. Geben sich so, als seien sie froh, wenn es vorbei ist mit sinnloser Mühe. Allerdings leben und handeln sie nicht so. Ihr Körper weiß mehr, wenn es schon der Geist nicht tut.
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Körper und Geist – sind das verschiedene Dinge?