Es war heiß, es war drückend. Der Sommer steht im Land, breitbeinig wie ein Landnehmer. Am Himmel wird versucht zu reagieren. Wolkentruppen ziehen auf, ziehen ab. Bewölkung signalisiert Bedrohung. Es kommt zu keinem Durchstoß. Unten auf dem Asphalt und fünfzig Zentimeter höher auf den Sitzen vor dem Café spielt solches Gerangel keine Rolle. Die Frauen wirken anziehend auf die Männer, auch umgekehrt offenbar. Befangenheit macht fast schon blind. Was es mit den Geschlechtern auf sich hat, verstehe ich erst jetzt. Gott, wie wir uns abkämpfen im angeblich befreiten Raum. Gott hier eingespielt als Wahrheits- und Berufungsinstanz, nur damit klar ist, daß ich nicht ins Obskure abzuwandern gedenke. Vielmehr ist mir, als sei noch gar nicht ausreichend verstanden, was mit Gott gemeint sein müßte, damit eine Rede von Gott irgendeinen Sinn ergibt und nicht erneut deprimiert, deklassiert, illusioniert.
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