Jeder für sich an seinem Ort. Was denn? Die Wände entlang laufen und die Bratpfanne anwärmen. Schon kommt Regen und wie gerufen. Hoffentlich steht ein Fenster offen und innen ist jemand, der zuhört. Ich vertiefe mich erneut in die Untiefen und Traurigkeiten der True Detektive-Protagonisten, nämlich des einen, des Interessanten. Er ist der Künstler, ist der Gefährdete. Für ihn würde man beten oder müßte es. Beten heißt bitten. Sagen wir es laut und deutlich, ist immerhin uns geholfen. Mir sind seit fast schon Anbeginn die Gesicherten suspekt. Wie mogeln die sich durch und slalommäßig an den knochenbrechenden Fragen vorbei? Sie stellen sie sich nicht, sagte mal wer, und werden sie von anderen gestellt, hören sie weg. Das muß man erstmal hinkriegen, ließe sich staunend sagen. Die Leute können sonstwas, zum Beispiel brav sein in einer Diktatur und immer hübsch das Gefragte herunterbeten. Das sind doch Leistungen, das muß doch registriert werden. Wer kann unter welchen Umständen am längsten?
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.