Insbesondere ist mir eklig, wenn Menschen sich aufplustern. Als ich jung war, dachte ich, solches zu lernen sei Programm. Damit geriete man nach vorn und käme voran. Von Anfang an funktionierte es nicht, zum Glück. Ich habe leidlich versucht, ein Angeber zu sein – vermutlich erfolgreich. Doch was konnte ich angeben, ernsthaft gefragt? Angeben ist eines der interessanteren Verben der deutschen Sprache. Ich sehe lieber gar nicht erst nach, woher es stammt oder was es hat entstehen lassen. Immerhin handelt es vom Geben, nicht vom Nehmen. Wenngleich das Tauschgeschäft intendiert sein dürfte. Sich selbst in Zaum zu halten ist eine hohe Kunst. Man redet von Bildung, ganz recht. Sich selbst zu bilden heißt, sich zu formen und die Vorstellungen nacheinander auftreten und gehen zu lassen. Jeder versteht das.
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