Ich dachte nicht an den Tag

Man mag die Zuspitzungen, wäre man Journalist. Journalisten arbeiten für den Tag, sie arbeiten nicht auf die Länge eines Lebens hin. Deshalb allein ist es jeweils wichtig – nämlich für den Augenblick. Demnach auch ist es falsch, den Journalisten vorzuwerfen, daß sie exakt das tun, was ihre Berufsbeschreibung für ihre Art des Handelns vorsieht. Eigentlich ein interessantes Metier: Man spricht aus der Situation über sie. Man nennt das Reportage. Sie ist das Prunkstück des Journalismus mit glänzenden Beispielen. Der Rest ist der Rest, also Meinungsmache, Stimmungsmache, Klatsch und Tratsch, kaum mehr. Herausbekommen, wie es wirklich ist? Stolzer Anspruch, ehrenwert ohnehin. Deshalb wollte ich einst, viele Jahre her, Journalist werden.


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