Wünschen

Es ist spät. Wir sprechen über die Jahre der keine Lust. Jeweils hört niemand zu, es bleibt, wie es war. Als Frontschwein könnte ich was sagen, doch da es irgendein intaktes Bild zu stören scheint, mag ich verzichten. Ich erlerne politische Existenz neu. So war es früher nie, womit das Frühere nicht im Umkehrschluß aufgewertet zu werden verdient. Die Verhältnisse waren stets bescheiden bis beschissen, ich entstamme keiner goldenen Zeit. Gold auf Gips, so baute man Berlin. Hier fühle ich mich halbwegs wohl. In der Weite der Landschaften weiter draußen sind die hiesigen Themen leeres Stroh. Der Eber bespringt die Sau, im Garten wartet der Grünkohl auf den Frost.


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