Wenn ich also tot bin

Wenn ich meinen Teil des Lebens nicht lebe, wenn ich also tot bin, gewissermaßen, oder mich so stelle, als sei ich es bereits, stattdessen jedoch vegetiere, indem ich immerhin funktioniere, zu Terminen erscheine und angerufen den Anruf annehme, meistenteils auch sprechen kann, jedenfalls reden, überkommt mich ein Schaudern, das tief in die Kanäle dringt und mir die Kehle schnürt. Nenne ich solches Halbtotleben glucksen, wäre es ausreichend bezeichnet. Es ist mir keine Lust, mich derart verschmachten und gemindert zu fühlen, so sehr keine, daß eine heiligschöne Wut mich packt, ich mich selbst an den Worten ziehe, daß sie Sätze werden, die einem stehen. Laß es Mensch werden in mir.


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