Es gibt auch einen, nehme ich an, unerlösbaren Teil unserer selbst. Der bildet und zerteilt sich dann in jene Teile oder Splitter, die den Späteren zu schaffen machen – zuvor jedoch uns selbst. Der Gedanke (oder die Idee) einer Erlösung mag religiös klingen, doch sie beschäftigt mich. Ich kenne den Zustand der Erlöstheit. Er fühlt sich an, als gäben die großen Gewalten für eine Zeitlang einmal Ruhe, als sei es möglich, endlich einmal sinnvoll nachzudenken, und zwar nicht in herkömmlichen Begriffen und Verstehensweisen. Das ist ein Moment kostbarer Freiheit. Ich spüre, kann es aber nicht beweisen, daß die Last der unbewältigten Schwierigkeiten der Ahnen auf uns lastet. Nun fügen wir neuerlich Lasten hinzu. Derweil sollen wir noch alltäglich agieren und funktionieren. Da wird es manchmal knapp.
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