Es kann vorkommen, daß die Götter einem einen Engel schicken, gerade zur rechten Zeit. Der Engel muß kein Engel sein, die Götter nicht zwingend Götter, doch dankbar bin ich sehr. Die Straßenkreuzung ist asphaltschwarz und laut, das Neonviolett der Eisdiele läßt an Blütencocktails denken, an Zuchtrosen ohne Geruch. Es ist zu kalt, um draußen zu sitzen. Wir tun es. Die Lichter der Ampel wechseln die Farbe, die Wettbüros sind geöffnet. Jede Menge los, auch Erfreuliches. Der November kriecht im Schneckentempo, die Zeitdehnung hält an. Eine tiefe Rührung verschluckt mich, gedankenverloren gehe ich heim. Jeder Schritt tut wunderbar weh.
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