Vorhin lernte ich, da es laut Wettervorhersage kalt wird, das Wort „Vorwinter“. Vielleicht schneit es bereits. Auf die verzinkte Fensterbank fallen weitere Tropfen. Draußen eine Art Wispern, als sei der Regen mit einem Mal zu etwas Leichterem geworden. Ich mag nachsehen. Es ist noch Regen, doch kurz vor Schnee. Ich liebe den Regen, ich mag den Schnee. Mitmachen, empfahl ich vorgestern, als jemand sagte, die früh einbrechende Dunkelheit sei schlimm. Zeit des Rückzugs, der verminderten Aktivität. Zeit der Verlagerung vom Äußeren ins Innere. Kerzenlicht und warme Mahlzeit. Seele pflegen. Langsamer werden, die Tiefe und das Dunkel nicht fürchten. Ein Jegliches zu seiner Zeit. In der Zeit sein, mit ihr unterwegs am Rande des Verstehens.
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