Endlos dehnte sich der Oktober, neuerlich dehnt sich der November. Als wäre ich in eine Zeitmaschine geraten und hätte zuvor die Einstellung auf VERLANGSAMEN gestellt. Es betrifft weniger die Untereinheiten: die Stunden fühlen sich an wie immer, auch an den Minuten wurde nichts gedreht. Es betrifft die Wochen eines Monats, dessen oder deren Länge und Ausdehnung. Als würde mir nichts genommen (kostbare Zeit), sondern permanent gegeben (kostbare Zeit). Ich habe so etwas zuvor nicht erlebt und forsche nach Gründen. Möglicherweise sollte ich das nicht tun, vielmehr dankbar annehmen und schweigen. Das Schweigegelübde des Menschen habe ich gebrochen, als ich hier anfing zu veröffentlichen, Texte und Tage, nun bereits im elften Jahr. Der am meisten staunt, bin ich. War ich nicht der, der nicht lange durchhielt, dem die Freude ausging, der sich anderswo umsah aus Langeweile oder Überdruß?
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