Ich bin kein Freund von Maskenbällen. Dabei liebe ich Masken, insbesondere die schauerlichen und grotesken. Venezianische Schnabelmasken, außereuropäische Ritualmasken. Ich möchte auf sie blicken und verkennen, ihre Aussagekraft bewundern, selbst jedoch keine tragen müssen. Ich schließe daraus, daß ich niemand anderes sein möchte. Man könnte das gegen mich wenden: daß ich niemand anderes zu sein mir vorzustellen wage. Ich bin aber, qua Imagination, alles Mögliche, wozu es keinerlei Maske bedarf. Wir sind, falls ich verallgemeinern darf, jederzeit sonstwas und keinesfalls dieses kleine Bißchen, daß man uns als Persönlichkeit zuzuschreiben versucht, insbesondere durch uns selbst.
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