Noch ein letzter Januartext, gegebenenfalls ein vorletzter. Ich weiß nie, was demnächst passiert. Niemand weiß es. Ein Blick in Augen läßt mich augenblicklich davon ausgehen, daß es eine Seele gibt. Bei manchen sind die Augen verschlossene Tore, dennoch sind sie nicht tot. Andere pressen nach außen, als sei es unstatthaft, umgekehrt zu gehen. Es gibt Augen ohne Glanz, andere ohne Feuer. Vielleicht beschreibt das von außen betrachtet die Zustände der Seele, des Flämmchens, das flackert und lodert oder auszugehen droht. Ich meine das nicht poetisch, sondern existentiell. Viel zu viel wird um Worte gerungen, statt die Kräfte zu gewahren, die hinter Worten stehen. Es gibt Blicke, die machen mich verlegen, andere ratlos. Ich weiß nicht genau, was passiert, wenn zwei Menschen aufeinanderstoßen. Sie wissen es ebenfalls nicht. Wir rätseln hier herum und liefern Versionen von Interpretationen, nicht zuletzt unserer selbst. Mich macht das traurig. Dann wieder muß ich lachen.
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