Sehe mit gemischten Gefühlen die Verfilmung eines Romans von Tom Coraghessan Boyle. Willkommen in Wellville, eine Alan-Parker-Werkanstrengung aus dem Produktionsjahr 1994. Buch und Film widmen sich satirisch dem Wirken eines prominenten Mitglieds der Kellogg-Dynastie, John Harvey Kellogg. Die Geschichte spielt in den beginnenden Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Battle Creek Sanatorium in Michigan, über dem als Leitmotiv die Aussage leuchtet: Leben ist, den Tod hinauszuzögern. LIFE IS DEATH POSTPONED. Damit springt die Satire in die medizinische Wirklichkeit der Gegenwart. Worüber man damals gelacht hat, darf man heute schluchzen. Wohin ist das Leben entwichen, wer kann das noch?
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.