Sprühnebel

Die Kälte zieht einem wie in Fäden oder aus Kabeln die Energie aus dem Körper. Man wird früh müde, ist dieses frühe Ermüden jedoch nicht gewohnt, denn es gab schon länger keinen ernsthaft kalten Winter. Nun ist er da, wir lernen erneut. Nach einer Woche Rutscherei sind mittlerweile, siehe da, die Gehwege frei. In Berlin läßt sich wieder laufen, man kann die Alten wieder außer Haus lassen, sie werden nicht stürzen müssen. Politisch wird auch dies aufbereitet werden hinsichtlich Zuständigkeit, Verantwortung und Haftung. Wir leben in einem Rechtsstaat. Die Kälte wirkt heilsam, möchte ich behaupten. Sie setzt dem Betrieb des vorgeblich Selbstverständlichen Grenzen. Jemand nannte das einmal das Limit-Diktum. Für Größenwahnsinnige ist die durchgreifende Wirksamkeit der Natur nebst ihrer Launen ein Schock, ein Skandal. Gab es nicht welche, die wollten Wettermacher sein?


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