Mir ist ganz und klar unklar, wie es um die Selbstaufmerksamkeit der Menschen, die ich kenne, bestellt ist. Ich las vorhin Tagebucheintragungen aus der Zeit von März/April 2023. Sie verbanden mich mit jenem Ich, das ich damals gewesen sein mag. Es registriert die Erschöpfungen des dreijährigen bürgerlichen Trauerspiels namens C. Es sehnt sich nach Hilfe, Rat, Unterstützung. Es schreibt sich durch die Not hindurch. Im damaligen Frühjahr wurde es spät erst milder, noch Anfang Mai war es kühl. Die Einpressung lag über den Szenerien des täglichen Lebens, das, um sich zu erholen, die doppelte Anzahl der betroffenen Jahre würde benötigen müssen. So ließ sich damals denken und notieren. Neuere Einpressungen sind hinzugekommen. Das Individuum auf dem Prüfstand seiner jeweiligen Selbsterhaltungskraft. Was denken die Leute, die ich kenne, wirklich? Warum sagen sie es nicht? Herrscht denn die Angst beinahe absolut?
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