„Und wie es da war, als gar nichts mehr war“

Das Rechthaben ist eine bemerkenswerte Position. Man wünscht sie keinem. Sie ist bitter. Die süßen Positionen sind die gefälligen. Man stellt sich ins rechte Licht, sagt und zeigt das Gebotene. Das Rechthaben wird verwechselt mit der Rechthaberei. Sie sollte unterbleiben. Recht zu haben bedeutet, ein Recht zu besitzen. Das ist nicht wenig, das ist nicht nichts. Vielleicht kein einklagbares Recht, so aber doch eines des Wissens, der Haltung, der Tapferkeit – im Sinne von Richtigkeit, von Angemessenheit. Mir wäre lieber, ich irrte mich ständig oder wenigstens wiederholt. Meine Befürchtungen stapeln sich hoch. Hier notiere ich nur einen Bruchteil davon. Ich möchte nicht rechtbekommen, dies noch einmal. Ich möchte völlig falschliegen und eines Tages begreifen, daß es nicht so schlimm war oder ist.

(Das Titelzitat ist von Kettcar, einer Hamburger Band, dem Titel „Handyfeuerzeug gratis dazu“ entnommen, 2005 auf dem Album Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen erschienen. Viel Glück der Band weiterhin.)


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