Wie froh ich bin, nicht aus den Villenkolonien berichten zu müssen. Man hätte anspruchsvolle Nachbarn und beobachtende Bewertung.
Hier im Armenviertel lassen wir uns leben ohne sonderliches Beachtetwerden. Die Nationen und Herkünfte geben sich die Hand oder verfluchen einander, es gibt keine Etikette. Die Händler kennen ihre Kunden und umgekehrt. Keine Krähe der anderen. Die Greifer sind auf den Straßen, man muß achtgeben.
Die Konkurrenzfeindschaft der Bürgerlichen findet anders statt. Man bricht nicht ein, nicht physisch. Manche arbeiten mit Flüchen (spirituelle Aktivierung), andere agieren stumpf und demonstrativ mit Neid und Mißgunst. Die bürgerliche Sphäre ist mit Angst einer anderen Art aufgeladen. Scheele (abschätzige) Blicke, Taxierungen, üble Nachrede.
Das Leben kommt nicht zur Ruhe. Nirgendwo. Jederzeit herrscht Kampf. Daß das nicht jederzeit bemerkt wird, ist zivilisatorische Errungenschaft.
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