Pfingsten ist dem Nachdenken und der Meditation über Geist gewidmet. Auch der über Geister. Das sind immaterielle Kräfte und Gewalten. Nichts Genaues weiß man nicht, sagte mein einer Bruder damals in den Zeiten und Phasen unseres Heranwachsens weiter hinten auf dem Dorf, ausgesetzt und geschützt zugleich, wir würden alles eines Tages auseinanderklamüsern: Wer von wem was hat und deshalb dieses tut und jenes läßt. Familienzeug. Ich saß heute im Freien und widmete mich dem Geist, also jener Struktur, die über allem zu schweben scheint, jedoch in allem steckt bis ins Einzelne und sämtliches Leben bestimmt. Lange besah ich ein Blatt, später meine linke Hand. Ich saß in der Ordnung der Welt an einem bestimmbaren Ort und versuchte zu verstehen, was vorhanden ist, was geschieht, was möglich ist, was nicht. Ich schrieb seitenweise, als sei das nötig.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.