Eine Zeitlang war es annehmbar, anderen Leuten beim Leben zuzusehen, ästhetisch aufbereitet, so daß es gut aussah und zu fesseln verstand – ich würde fast sagen: ich verschwand in den Filmen und Filmserien. Vermutlich suchte ich dort Schutz. Die Geschichten anderer Leute lenkten von der eigenen ab, die mir nicht stimmig schien. Die Krisenjahre schmerzen nach. Ich möchte in ein eigenes Leben zurückkehren, nachdem es jahrelang okkupiert worden ist. Andere können das offenbar – sie leben an den vermeintlich großen Themen ihrer Zeit vorbei und widmen sich einem Werk, das später dann weithin sichtbar aus bloßer Zeitgenossenschaft herausragt. Soweit bin ich nicht. Ich strauchle hier unten im unabgehobenen Leben herum, stottere einstweilen und notfalls, komme aber wieder, metaphorisch gesprochen, auf die Beine. Nichts ist mir lieber als zu gehen.
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