Oft genug wünschte ich, ein Handwerker zu sein. Das Studium trieb mich in die Enge, statt in die Weite zu führen. Stets stellte ich mir die geistige Welt groß und gewaltig vor, nicht eingepfercht, kleingeteilt und ängstlich überwacht. Seitdem bin ich froh, daß ich nicht Akademiker sein muß. Es käme einer Haft gleich und heftete mir den Dünkel auf das Antlitz, selbst wenn ich täte, als sei nichts geschehen. Ich entsinne mich der Kontaktanzeigen in der einstmals legendären Wochenzeitung Die Zeit: Akademiker sucht Akademikerin, Geld ist da, Zufriedenheit noch nicht, Hobbys werden angedeutet, auch Vorlieben für die italienische Küche, mögliche Reiseziele, sogenannte Sehnsuchtsorte. Da machte man sich interessant. Warum Handwerker? Da sich im Gegenständlichen Probleme lösen lassen. Im Abstrakten wird es gespenstisch. Ich liebe das. Ich fange eine Motte im Flug. Vorhin habe ich drei handwerkliche Probleme gelöst und weiß nun mehr über Schlösser, Abflüsse und Rohrreinigung.
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