Der Wind hat mir das gesagt

Da ich im Einfluß- und Wirkungsbereich kapitalistischer Normalitäten lebe, genieße ich das üppige Brot-und-Spiele-Angebot der bewundernswerten und verehrungswürdigen Helden und Organisatoren des Spektakels einer Fußballweltmeisterschaft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nebst jenen Anrainerstaaten, die ebenfalls Möglichkeiten suchen. Neuerlich, ich wurde darauf aufmerksam gemacht, regt sich ob der aufgeblasenen WM Kapitalismuskritik. Während der letzten Jahre war solche allerdings nicht zu vernehmen. Als dreistellige Milliardenbeträge aus den Haushalten der öffentlichen Hand genommen wurden: an die Finanzwirtschaft, an die Pharmabranche, an die Energiewirtschaft, an die Rüstungskonzerne. Das waren Krisenausschüttungen. Man nennt Schulden Sondervermögen, das ist bundesrepulikanisch spektakulär. Da die, die das abziehen, die Guten sind, schadet es nicht oder soll es bitte nicht tun. Liebe Glaube Hoffnung. Wir sind auf gutem Weg. Die Gegner sind noch schlimmer, zum Glück. Da ist ja die AfD. Gott, die ist immer noch da. Woher kommt die, warum ist die da? Das bürgerliche Deutschland, erdrosselt von „Kapitalismus“ und hineingetrieben in die Alternativlosigkeit verhängnisvoller Zustimmungen, vibriert vor Angst, daß ausgerechnet solche Vögel die Chose übernehmen könnten. Das werden sie nicht.


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