Heißer Tag, schwül, drückend. Flüsterregen zum Abend, die Gewitter zogen in Hörweite vorüber. Wolkentürme hatten sich gebildet. Eines meiner Lieblingswörter: Landregen. Wegen der Gewittergefahr blieben die Biergärten auf dem Großen Feld geschlossen, Blaue Stunde und Tempelgarten. Ich hätte gern dort gesessen im Schatten der Robinien und die Wolkenbänke betrachtet. Morgen ist ein weiterer Tag, es soll abkühlen. Wir besprechen das Wetter wie ein Orakel, der Aberglaube ist zurück (war kaum je fort). Wie erfrischend es klingt, wenn der Regen fällt. Einen Regentanz barfuß, aber Vorsicht mit den Scherben und Splittern auf dem harten Asphalt. Hier wirft man weg, was man nicht mehr braucht. Unguter Brauch. Jetzt tropft der Regen. Neue Wolkenherden ziehen nach. Schon fällt mehr von oben nach unten. Ich bin regensüchtig.
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