Was war das für ein Tag? Nun geht auch er, so wie alle Tage gehen, damit neue Tage kommen. Schlecht geschlafen, beinahe gar nicht. Vielleicht war versteckter Schlaf dabei, ein Schlaf kurzer Dauer, den man nicht bemerkt. Einmal zuckte nachts ein Bein. Wann immer ich wach lag und versuchte, nichts zu denken, hörte ich einen Komödianten, der auf ein Publikum einschrie, das mit wieherndem Lachen quittierte, was der Schreihals ihm an den Kopf warf; unklar blieb, in welcher Sprache. Die Laute kamen aus Lautsprechern von irgendwoher, von irgendwo aus dem Haus. Nichts, worüber man sich beschweren dürfte. Es lag an dem Zustand des andauernden Wachseins – obgleich ich zu schlafen versuchte und fast schon mit Gewalt den Schlaf herbeizuwünschen begann. Daß es nicht funktioniert, wußte ich, während ich wünschte. Auf der Toilette war es auch nicht schön. Am Schreibtisch hatte ich nichts zu schreiben. Unausgeschlafen begann ich den Tag, nickte mir im Spiegel zu, äh. Dann auf die Straße (ich wollte schreiben: Strafe), hinein in die Bahnen, die uns Menschen an Orte rollen, wo wir gebraucht werden. Es wurde kein schlechter Tag. Ich frage mich, ob es schlechte Tage gibt, bei genauerem Besehen. (Dazu das Lied von R.E.M.) Tage, an denen schlechte Nachrichten eintreffen. Tage, an denen nichts passiert. Tage, an denen alles schiefläuft. Schlechte Tage? Was geschieht, wird irgendwann geschehen müssen, früher oder später. Deshalb den Tag dafür verantwortlich machen? Mein Tag, dein Tag usw. Meditation heißt, ohne Antwort zu bleiben.
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