Steine, Mauern, Löcher

Der Mann der Macht ist glücklich, er strotzt, es macht ihm Freude. Wenn es ihm beliebt, setzt er die Quälereien fort. Heute wäre ihm lieb, der Untergebene und Gefolterte zeigte sich reumütig und zustimmungsbereit. Dann hätte er, der Großmächtige, Gelegenheit, sich milde zu zeigen und Wohltat zu spenden. Es entstünde für einen Schimmer der Zeit ein Bild, in dem er sich selbst besser erkennen könnte: als ein Gewährender, ein Duldender, als ein Mann von Anstand und Ehre. Doch der Delinquent entzieht sich der dargebotenenen Hand. Beim Schlucken hebt und senkt sich der Adamsapfel spürbat im eigenen Hals. Er wollte dem Widersetzling den Kopf abschlagen lassen, doch der Tag wäre ruiniert. Heute kein Blut, heute nur Gnade. Viel zu viel Zeit verbracht mit einem Hoffnungslosen.


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